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Einweihung der neuen naturwissenschaftlichen Räume und Einsetzung der Schul-Charta
Die Aula des Lessing-Gymnasiums war trotz des Termins in der Vorweihnachtszeit gut besucht, als sich die Schulgemeinde anschickte,
der Winnender Öffentlichkeit zwei wichtige Bausteine des künftigen Lebens an der Schule vorzustellen: In feierlichem Rahmen wurde die
im vergangenen Schuljahr geborene Charta eingesetzt, die als Grundlage des schulischen Miteinanders dienen soll. Außerdem
hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die neuen naturwissenschaftlichen Räumlichkeiten der Schule gewissermaßen
in Aktion zu besichtigen, die nach einem ähnlich aufwendigen Prozess der Planungen und Beratungen wie die Charta in den vergangenen
Monaten entstanden waren.
Und so wies auch Schulleiter Hans-Dieter Baumgärtner in seiner Begrüßungsansprache zu Recht darauf hin, dass es nicht darum ginge,
in der Veranstaltung "zwei Fliegen mit einer Klappe, na Sie wissen schon ...", sondern dass eben vielmehr beides in einem übergreifenden Sinne
zusammengehöre, nicht nur im Hinblick auf die lange durchdachte Entstehung, sondern auch im Sinne der Bedeutung als geistiger und materieller
Grundlage des schulischen Zusammenlebens und des schulischen Lehrens und Lernens. Gleichzeitig dankte Baumgärtner den anwesenden Vertretern
der Stadt für die gute Zusammenarbeit im Zuge des Ausbaus der naturwissenschaftlichen Räume. Sein Dank ging hierbei auch an den im
Lessing-Gymnasium hierfür zuständigen Abteilungsleiter Jörg Steinl.
Anschließend bewiesen Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen, dass eine in hehren Worten daherkommende Schul-Charta auch ganz konkret
beflügeln kann, indem sie in zwei englischsprachigen Sketchen (Einstudierung: Karin Ottenbacher) in unterhaltsam-überzeichnender
Weise die Situation im Klassenzimmer vor und nach der Einsetzung der Charta demonstrierten. Die Einsetzung der Charta selbst bestand
in einem symbolisch-szenischen Spiel, das Edda Wittenberger-David zusammen mit Schülern, Lehrern und Eltern der Schule einstudiert hatte. Während
des Vortrags der einzelnen Zeilen der Schul-Charta wurden die zentralen Begriffe auf Pappkartons einer anfangs leblos in weißem wallendem
Gewand auf der Bühne stehenden Gestalt angeheftet, die dadurch zum Leben erweckt wurde und alle Beteiligten in ihr einigendes Band einschloss.
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| Die Charta wird zum Leben erweckt. |
Andrang in der Physik |
Dass die Zeilen der Charta nicht leere Hülsen sind, belegten im Verlauf des Programms die Beiträge der Schülerinnen und Schüler:
Das Schulorchester unter der Leitung von Stefan Nagel, der außerdem am Klavier in einem Quartett zusammen mit Sonoko Stastny (Violine),
Jaroslav Stastny (Bratsche) und Silke Seibt (Violoncello) mitwirkte, eine rappende Schulklasse (Leitung: Christine Demmler) sowie
die 6b mit ihrem Musiklehrer Thomas Reichenbach sorgten für die musikalische Umrahmung.
Die einzelnen Programmpunkte verfehlten ihre Wirkung auf die anwesenden Gäste nicht, was auch Bürgermeister Norbert Sailer als Vertreter
des Schulträgers, der Stadt Winnenden, durchaus beeindruckt zugeben musste. Verbunden mit diesem Lob gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass
die neuen naturwissenschaftlichen Räume des LGW möglichst vielen Schülergenerationen und ihren Lehrern nutzen mögen. Die Stadt, so Sailer,
betrachte die in das schulische Großprojekt eingebrachten 450000 Euro als wichtige Investition in die Zukunft der Winnender Schülerinnen und
Schüler.
Die Besucher konnten sich anschließend nicht nur von den Möglichkeiten der neuen Räume (u.a. Beamer mit Laptop, Active Board, vollversorgte
Schülerpraktikumsplätze) überzeugen, sondern auch vom Engagement der Schülerinnen und Schüler, die zusammen mit ihren Lehrern Rudi Bauer,
Daniela Beck-Federsel, Ruth Callau, Stephan Grün, Dietmar Henke, Dankfried Lohse, Caroline Mintzel und Fritz Renz eine reichhaltige Zusammenstellung an
Versuchen aus allen am LGW unterrichteten Naturwissenschaften aufgebaut hatten.
Christoph Mohr
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