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Am Donnerstag, den 15.10.09, machten wir uns sehr früh auf die Reise nach Hämeenlinna, denn wir waren von unserer Partnerschule
zur Science Week eingeladen worden. Wir waren alle gespannt, was uns dort erwarten würde. Außer uns war noch eine Gruppe Schüler aus
St. Petersburg eingeladen.
Freitag: Nachdem wir am Vorabend bei der "Get together Party" die anderen Teilnehmer aus Russland und Finnland kennen gelernt hatten,
ging es an diesem Morgen mit den Workshops los. Zwei waren am Morgen und einer nach dem Mittagessen in den Bereichen Biologie, Chemie,
Physik und Mathematik. So stellten wir zum Beispiel Kunststoff her oder analysierten Fructoselösungen. Danach waren wir noch im
Kunstmuseum und schauten uns die Ausstellung des estnischen Künstlers Leonhard Lapin an.
Am Samstag stand erst mal Schule auf dem Programm. Um 9 Uhr wurden wir in unsere Gruppen aufgeteilt und durften loslegen. Um 13 Uhr
gab es Mittagessen und nach zwei weiteren Stunden Schule hatten wir einen freien Nachmittag.
Später trafen wir uns alle bei einer finnischen Gastgeberin, die zwei von unseren Mädchen beherbergte. Fast alle Finnen, Russen
und Deutsche waren da und wir hatten eine Menge Spaß. Wir spielten Gaigel und Singstar und später am Abend wurde ein Twisterfeld aufgebaut.
Die Stimmung war echt super, es gab zu Essen und zu Trinken und so wurde es ein toller Nachmittag. Obwohl wir am Samstag in die Schule mussten
anstatt schön ausschlafen zu können, war es alles in allem doch ein genialer Tag.
Am Sonntag war der Ausflugstag: Es standen die Besichtigung der Burg von Hämeenlinna, des Palandarhauses, des Aulanko-Nationalparks
und Relaxen im Aulanko Spa an.
In der Burg war das Aufregendste wohl die Meisen-Rettungsaktion, bei der Herr Grün heldenhaft die Hauptrolle spielte und das kleine
Vögelchen aus den Burgräumen rausbugsierte. Das Palandarhaus erzählt die Geschichte, wie die Finnen vor ca. 100 Jahren lebten.
Im Aulanko Nationalpark gab es da schon mehr zu lachen: der Singsang der Deutschen, der wohl einigen Finnen und Russen nicht so gefiel;
etliche Pausen auf Bänken; das Besteigen des Aussichtsturms und am Ende "das große Bier"!!! Naja, aus dem Bier wurde zwar nichts,
da sich rausstellte, dass damit eine Bärenstatue im Nationalpark gemeint war, aber schön war und ist der Aulanko-Park trotzdem.
Doch das Beste war eindeutig an diesem Tag das Aulanko Spa!!! Zunächst war Shinebowling angesagt, bei dem unsere beiden Lehrer zeigten,
was sie drauf hatten: Strikekönige!!! Danach ging es weiter ins Hallenbad mit Sauna und Whirlpool. Was die Deutschen hier am spaßigsten
fanden, war wohl das Eiswasserbecken mit nur 4 Grad ... ein Mal kurz rein gesprungen und schnell wieder ins 38-Grad-Becken, das war echt hart.
Zum Abschluss des Tages probierten wir dann auch noch die Sauna aus, was auch nicht schlecht war.
Am Montag begann der Tag für einen Teil der Gruppe mit einem Ausflug zu Innosteel, einer Stahlfabrik in der Nähe von Hämeenlinna.
Dort durften sie eine Vorlage für eine Metallplatte zum Thema Science-Week entwerfen, die dann von einer Maschine gefräst wurde.
Die Platte durften sie mitnehmen, sie wurde dann in der Schule ausgestellt.
Die anderen hatten, wie an den anderen Tagen auch, verschiedene Workshops. In Biologie wurde zum Beispiel die DNA einer Zwiebel
und unsere eigene DNA isoliert.
Am Ende des Tages besuchten wir noch eine Unterrichtsstunde der Finnen, die, wie man uns sagte, das Thema Gesundheitserziehung behandelte.
Dort redeten wir dann auch ein wenig über Vorurteile. Die Finnen fanden uns sehr aufgeschlossen und laut, wir fanden sie dagegen eher leise,
ruhig und schüchtern (was sich uns dort auch bestätigte). Am Abend bekamen wir noch eine Führung in einem Kulturzentrum in Hämmenlinna,
wozu ein Kino und ein Theater gehören. Im Anschluss schauten wir uns noch gemeinsam "Fame" an. Den Rest des Tages verbrachte dann jeder
mit seiner Gastfamilie.
Anderntags begann die Schule um 8 Uhr mit gemeinsamen Arbeiten in den Workshops Chemie, Biologie, Physik und Mathematik. Um 12 Uhr
gab es Mittagessen, die Deutschen waren mal wieder als erstes schon um 11.50 Uhr anwesend, immer schön dem Ruf gerecht werdend.
Beim Essen philosophierten wir über die Essgewohnheiten der Russinnen, bzw. die "Fast"-Gewohnheiten. Danach ging es mit den Workshops
weiter.
Gegen Abend fuhren mir mit dem Bus nach Helsinki, wo wir zuerst durch das Opernhaus geführt wurden und uns anschließend die Vorstellung
"Rigoletto" ansahen. Während Steffen dazu meinte: "Eine Erfahrung fürs Leben, die man nicht gemacht haben muss", gab es auch einige
Schüler, denen es gefiel.
Der Tag nahm seinen Abschluss mit der Heimreise auf der die deutsche Delegation die anderen Teilnehmer mit Gesang unterhielten.
Im Gegensatz zu den vorherigen Tagen, mussten wir am vorletzten Tag unseres Finnlandbesuches erst um 9.25 Uhr in der Schule sein.
Statt der üblichen Workshops gab es nur eine Unterrichtsstunde über finnische Geschichte in englischer Sprache. Anschließend genossen
wir die von Herrn Grün und Herrn Steinl organisierte Freizeit in der Stadt bis zum Mittagessen, das wir wie die Tage vorher in der
Schule bekamen.
Am Nachmittag gab es einen Empfang im Rathaus von Hämeenlinna mit Snacks und Apfelsaft; die Bürgermeisterin hielt eine Rede auf Finnisch,
die für uns in Englisch übersetzt wurde. Ab 16 Uhr fing dann die Closing Ceremony an. Diese war offiziell um 18 Uhr zu Ende, glücklicherweise
war es aber möglich, dass wir alle bis 21 Uhr in der Schule bleiben konnten. Der Abend in der Schule verging dann mit Singstar und Karten spielen.
Mit gemischten Gefühlen traten wir am Donnerstag unsere Rückreise an. Wir hatten viel erlebt und viele Eindrücke aufgenommen.
Obwohl die Woche auch anstrengend war, würden wir jederzeit wieder daran teilnehmen. Vielen Dank an die finnischen Organisatoren.
Die Sciencer: Christian, Hanna, Jörg, Kathrin, Kim, Lena, Lucas, Nadine, Mark, Steffen, Stephan, René
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