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Der große Politiker Jean Monnet, einer der Gründerväter Europas nach dem Zweiten
Weltkrieg, hätte seine Freude daran:
Im Schuljahr 2009/2010 feierten wir das 20. Jubiläum unserer Schulpartnerschaft. Sie
entstand aus einer Freundschaft zwischen Claudine Sachse und Frau Rilling und
führte in all den Jahren zu vielfältigen Aktivitäten und Kontakten zwischen Schülerinnen
und Schülern sowie Kolleginnen und Kollegen. Nicht nur Schüleraustausch im
klassischen Sinn stand auf dem Programm. Einige Jahre lang fuhren nach dem sehr
interessanten Modell der classe binationale gleichzeitig halbe Klassen an die
jeweilige Partnerschule, so dass hier wie dort im selben Zeitraum gemischte deutsch-französische
Klassen in allen Fächern nach den regulären Stundenplänen unterrichtet
wurden. Zudem nehmen fast jedes Jahr mehrere unserer Schülerinnen und
Schüler an einem mehrwöchigen Einzelaustauschprogramm teil, bei dem der
Zugewinn an Sprachkompetenz und interkultureller Erfahrung noch deutlicher zu
beobachten ist als bei einem Gruppenaustausch.
Anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums unserer Schulpartnerschaft mit dem Straßburger Lycée Jean-Monnet kam eine
neunköpfige Delegation der Partnerschule am Freitag, den 23. Oktober 2009, nach Winnenden. Darunter befanden sich der
stellvertretende Schulleiter, Herr Schweitzer, sowie Organisatoren der allerersten Begegnungen wie Herr Graeff und Frau
Tillier, die schon seit 1997 im Ruhestand ist. Begrüßt wurden die Gäste nicht nur von jetzigen Kollegen des LGW, sondern
auch von denjenigen, die früher eine aktive Rolle in diesem Zusammenhang spielten: Volker Schweickhardt als ehemaliger
Schulleiter, Hermann Köber, der viele Jahre als Verantwortlicher für die Fachschaft Französisch einen wesentlichen Beitrag
leistete, und Julie Sträb, die ebenfalls seit einiger Zeit in Pension ist.
Einen gebührenden Empfang bereitete eine Schülergruppe mit einem fantasievollen deutsch-französischen Lied, einer
Eigenkomposition von Christine Demmler. Wandtafeln mit Photos und Texten, Reden und ausführliche Gespräche erinnerten an
die Vielzahl von Begegnungen und persönlichen Erlebnissen, zu denen der Austausch in all den Jahren geführt hatte. Im
Rathaus bereitete Bürgermeister Norbert Sailer den deutschen und französischen Lehrerinnen und Lehrern einen freundlichen
Empfang. Besonders bewegend war auch der Besuch der Ausstellung von Markus Hallstein, vor allem das Bild über den Amoklauf,
an dem die französische Schule starken Anteil nahm, da unsere Schülerinnen und Schüler sich genau zu diesem Zeitpunkt an
der Partnerschule befanden. Abgerundet wurde der Tag durch Kirchenmusikdirektor Gerhard Paulus, der in der Schlosskirche
den Jakobus-Altars erläuterte und einige Stücke auf der Orgel präsentierte.
Im April 2010, wenn die Partnerschule ihr 50-jähriges Bestehen feiert, wird die diesjährige Austauschgruppe ebenfalls beteiligt sein.
Auf die nächsten zwanzig Jahre!
Vive la France!
Christine Kössler – Logo: Gerhard Staub
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